Darunter märchen die Helden

Du trägst Dein Einsames
wie ein hungriges Kind,
mit kleinen Fäusten brüllt es mit Dir,
aus einer kratzenden Wolldecke.

Die Fasern ein Wald,
wie eine Dosis Dein Blick,
höhlengroß irrt jemand in Dir,
ein winziges Herz, ein Hauch im Atem des Adlers.

Hoch über allem fegt das Feuer
den Stachel, die Flügel,
wie Kohlenstaub in einen rostigen Eimer,
die Spur meiner Worte schwarz.

Morgen erfriert das Kind mit Fäusten,
um den mageren Hals die Decke –
ich sehe wie ein Seufzer sagt:
Es war einmal.

© Alessandra Mancinelli 21.06.2010

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