Der bleierne Vorhang

Wanja, an der Schwelle
wurdest Du schwarzweiß,
wie das Zimmer, wie ich.

Du stehst hinter dem Bild
und fütterst Grimm,
indem Du meine Haare bürstest.
Hundertmal.

Wanja, gib mir Deine Hand,
Deine Schuhe passen nicht.
Am Blumenfenster zähle ich
Knöpfe und rede mit Prinzen.

Wanja, bin ich schön?
Grimm ist nimmersatt.
Er reitet die Nacht, darin
stirbt mein Schwanenhals
tausendmal.

© Alessandra Mancinelli 02.09.2013

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s