Wolkengräber

Da fangen die Geigen wieder von vorne an,
tönen mein Fleisch zart.
Dort sinkt die Haut auf ein Fohlen,
das unseren gewagten Blick auf Noten setzt.

In Wellen fliegen Vögel durch meinen Kopf,
aus dem Beine wie Wasser fallen.
Himmel, er ist ja selbst begraben
in einem Meer von Ameisen,
die ein Tödchen durch mein Blut tragen.
Sie werden im Augenblick zu Schmetterlingen,
die meine Ferse streifen.

Dort an der Sehne träumen all die
gezählten Schafe von Häfen die aus Federn wachsen,
wo die Trauerweiden wie Tauben gurren
und der Hunger die Welt leid ist.

© Alessandra Mancinelli 10.09.2013

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