esta noite em Lisboa

(pensamentos nocturnos)

Wenn ich meine Augen schließe,
sehe ich immer noch die Lichter
durch deine Augen, sehne mich
mit dir unter all den Bögen,
und jedes Funkeln auf deiner Haut
wäre noch ein Kuss von mir.

Wenn ich bei dir bin,
tauche ich in dir ein, nur du
kannst so glühend schwarz sein,
und manchmal wünschte ich,
es gäbe kein Ende hinter der Brücke
und dass der Tejo himmelwärts fließt.

© Alessandra Mancinelli 28.10.2003

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Im Auge

Still Schwarzer springe!
Verliebtes Wesen Du, wozu die Bäume jetzt verlachen?
Deine Zunge leckt an den Blättern vor Neid,
der Herbst stirbt bunt und ewiger Glaube
vergiftet die Seelen.

Du tanzt darin hölzerne Eisdecken
auf die Geliebte, springe, springe und sie
eine wahnsinnige Stunde lang
gegen Wolken geflüstert und aus ihnen
fielen Maschinen, rötliche Pressen,
pumpen, pumpen, bis ein Schlaf geformt.

Still.
Wirst Du nun Dein Ohr in meine Hand legen?
Steht noch die Tür, hinter der eine Allee
von flammenden Worten geht?
Tanze dorthin, denn Küsse mit Raureif
verheißen den Vulkan.

© Alessandra Mancinelli 19.09.2011